Psalm 77 drückt die Not und Angst des Psalmisten aus, aber auch sein Vertrauen in Gottes Charakter und Macht. Der Psalmist ruft zu Gott, sehnt sich nach Erleichterung und Zusicherung in einer Zeit der Not. Er blickt auf vergangene Ereignisse der Intervention Gottes zurück und fragt sich, ob Gott ihn vergessen hat. Dennoch erinnert er sich letztendlich an Gottes Treue und bemüht sich, wieder auf ihn zu vertrauen.
1Ein Psalm Asaphs für Jeduthun, vorzusingen. Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er erhört mich.
2In der Zeit der Not suche ich den HERRN; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und läßt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen.
3Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz inängsten ist, so rede ich.(Sela.)
4Meine Augen hältst du, daß sie wachen; ich bin so ohnmächtig, daß ich nicht reden kann.