Psalm 102:3

“Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.”
— Psalm 102:3 (The Luther Bible)

Kontext: Psalm 102

1Ein Gebet des Elenden, so er betrübt ist und seine Klage vor dem HERRN ausschüttet. HERR, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen!

2Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not, neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!

3Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.

4Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras, daß ich auch vergesse, mein Brot zu essen.

5Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.

Über Psalm 102: Verzweifelter Hilfeschrei

Psalm 102: Verzweifelter Hilfeschrei

Psalm 102 ist ein Gebet der Verzweiflung des Psalmisten, der sich isoliert und von Gott verlassen fühlt. Der Psalmist beklagt seine körperlichen Schwächen und die Kürze des menschlichen Lebens, während er um Gottes Barmherzigkeit und Eingreifen bittet.

Kommentar

Der tiefe Kummer des Psalmisten spiegelt die Erfahrung vieler wider, die sich von Gott vergessen oder verlassen gefühlt haben. Dennoch erinnert sich der Verfasser inmitten seiner Qualen an Gottes vergangene Treue und klammert sich an die Hoffnung, dass Gott sein Schreien um Hilfe hören und darauf reagieren wird. Dieser Psalm erinnert uns daran, dass wir selbst in unseren dunkelsten Momenten zu Gott umkehren können, der jedes unserer Gebete hört und Trost und Stärke schenkt. Er ermutigt uns auch, auf Gottes beständige Liebe und unerschütterliches Mitgefühl zu vertrauen, selbst wenn wir das Gefühl haben, am Ende unserer Kräfte zu sein.

Personen in Psalm 102