Psalm 73:2
“Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.”
Kontext: Psalm 73
1Ein Psalm Asaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.
2Ich aber hätte schier gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten.
3Denn es verdroß mich der Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging.
4Denn sie sind in keiner Gefahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.
Über Psalm 73: Ringen mit Neid und Zweifel

Psalm 73 ist ein schöner, aber auch ehrlicher Ausdruck der Schwierigkeiten, den Glauben an Gott aufrechtzuerhalten angesichts der Versuchungen von Neid und Zweifel. Der Autor, Asaph, gibt zu, neidisch auf den scheinbaren Erfolg und die fehlenden Konsequenzen der Gottlosen zu sein, während er selbst gelitten hat, weil er treu zu Gott bleibt. Letztendlich erkennt er jedoch, dass Gott sein wahrer Schatz ist und ihm folgen zu ewiger Zufriedenheit führen wird.
Kommentar
Dieser Psalm ist eine kraftvolle Erinnerung daran, dass der Glaube nicht immer leicht ist und dass selbst die stärksten Gläubigen manchmal entmutigt und neidisch werden können. Asaphs offenes Eingeständnis seiner Kämpfe ist erfrischend und beruhigend, denn es zeigt, dass wir in unseren Zweifeln und Versuchungen nicht allein sind. Noch wichtiger ist, dass es zeigt, dass Gott gnädig und treu ist und dass er uns niemals im Stich lassen oder enttäuschen wird. Wenn wir diesen Psalm lesen, lasst uns Mut schöpfen und daran erinnert werden, dass unsere ultimative Belohnung nicht im irdischen Erfolg liegt, sondern in der ewigen Freude, in Gottes Gegenwart zu sein.