Psalm 89:25
“Ich will seine Handüber das Meer stellen und seine Rechteüber die Wasser.”
Kontext: Psalm 89
23sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen;
24aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in meinem Namen erhoben werden.
25Ich will seine Handüber das Meer stellen und seine Rechteüber die Wasser.
26Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft.
27Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhöchst unter den Königen auf Erden.
Über Psalm 89: Eine Klage über unerfüllte Versprechen Gottes

Psalm 89 ist eine Klage des Psalmisten über Gottes unerfüllte Versprechen an die davidische Dynastie. Der Psalmist ringt mit dem scheinbaren Widerspruch zwischen Gottes Zusage eines ewigen Bundes mit David und dem aktuellen Zustand des Exils und dem Verlust ihrer Heimat.
Kommentar
Dieser Psalm ist ein kraftvoller und emotionaler Ausdruck des Glaubens und des Kampfes des Psalmisten mit den Herausforderungen des Lebens. Die Klage des Psalmisten kann bei jedem widerhallen, der mit den scheinbar unerfüllten Verheißungen Gottes gerungen hat. Die emotionale Ehrlichkeit des Psalmisten und die Bereitschaft, ihre Zweifel und Verwirrung auszudrücken, laden den Leser dazu ein, ihren eigenen Glaubensweg zu untersuchen. Der Psalm endet schließlich mit einem Flehen an Gott, sich an seinen Bund mit David zu erinnern und sein Volk wiederherzustellen. Dies dient als Erinnerung daran, dass wir selbst in Zeiten von Zweifel und Unsicherheit an der Hoffnung auf Gottes Verheißungen festhalten können und darauf vertrauen können, dass er sie zur rechten Zeit erfüllen wird.