Psalm 89:35
“Ich habe einmal geschworen bei meiner Heiligkeit, ich will David nicht lügen:”
Kontext: Psalm 89
33aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen trügen.
34Ich will meinen Bund nicht entheiligen, und nichtändern, was aus meinem Munde gegangen ist.
35Ich habe einmal geschworen bei meiner Heiligkeit, ich will David nicht lügen:
36Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;
37wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein, und gleich wie der Zeuge in den Wolken gewiß sein."(Sela.)
Über Psalm 89: Eine Klage über unerfüllte Versprechen Gottes

Psalm 89 ist eine Klage des Psalmisten über Gottes unerfüllte Versprechen an die davidische Dynastie. Der Psalmist ringt mit dem scheinbaren Widerspruch zwischen Gottes Zusage eines ewigen Bundes mit David und dem aktuellen Zustand des Exils und dem Verlust ihrer Heimat.
Kommentar
Dieser Psalm ist ein kraftvoller und emotionaler Ausdruck des Glaubens und des Kampfes des Psalmisten mit den Herausforderungen des Lebens. Die Klage des Psalmisten kann bei jedem widerhallen, der mit den scheinbar unerfüllten Verheißungen Gottes gerungen hat. Die emotionale Ehrlichkeit des Psalmisten und die Bereitschaft, ihre Zweifel und Verwirrung auszudrücken, laden den Leser dazu ein, ihren eigenen Glaubensweg zu untersuchen. Der Psalm endet schließlich mit einem Flehen an Gott, sich an seinen Bund mit David zu erinnern und sein Volk wiederherzustellen. Dies dient als Erinnerung daran, dass wir selbst in Zeiten von Zweifel und Unsicherheit an der Hoffnung auf Gottes Verheißungen festhalten können und darauf vertrauen können, dass er sie zur rechten Zeit erfüllen wird.